Thomas Pynchon: »Bleeding Edge«

Gerade ist »Bleeding Edge«, der neue Roman von Thomas Pynchon, im amerik. Original bei Penguin Press erschienen. Dazu eine Besprechung von Evgeny Morozov in der FAZ.

Pynchons Roman spielt in New York, 2001, die Dotcom-Blase ist gerade geplatzt, vor und nach dem 11. September. Im Zentrum das »Deep Web«:

»Für Pynchon ist das ›Deep Web‹ zumindest in seinen frühen Jahren das, was Baudelaires Paris für Walter Benjamin war … Dieser Gedanke hilft Pynchon, das nahezu vergessene Narrativ des Cyberflanierens wiederzufinden …

Pynchons Narrativ, wonach die Interessen des Kapitals und der nationalen Sicherheit die verschrobene und wilde Heterotopie des ›Deep Web‹ zerstören, läuft parallel zu einem ähnlichen Narrativ des kulturellen Verfalls, und zwar New Yorks, das vom Geld beschmutzt wird, während Bürgermeister Giuliani für Korruption und Sicherheitswahn steht.«

 

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